Lebensmittelunverträglichkeit – Worauf muss ich achten?

lebensmittelunvertraeglichkeit

Allergien gegen Nahrungsmittel - seit Jahren wird über dieses Thema heiß diskutiert. Deshalb verrät folgender Artikel Dir, was eine Lebensmittelunverträglichkeit ist und welche Formen existieren. Weiters erfährst Du mehr über mögliche Beschwerden und welche Lebensmittel bei einer Allergie gemieden werden müssen. Welche Tests es gibt und wie diese ablaufen, findest Du ebenfalls in diesem Beitrag heraus.

Lebensmittelunverträglichkeit oder Lebensmittelallergie?

Ärzte unterscheiden zwischen einer Lebensmittelallergie und einer Lebensmittelunverträglichkeit (Intoleranz).

Allergie 

Bei einer Allergie stuft das Immunsystem bestimmte Nahrungsmittel als Bedrohung ein. Daher versucht es diese abzuwehren.


Eine allergische Reaktion kann sich bemerkbar mach z.B. durch

  • Juckreiz
  • eine laufende Nase,
  • einen Hautausschlag oder
  • Magen-Darm-Beschwerden

Unverträglichkeit 

Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit reagiert der Körper zwar auch mit Beschwerden wie

  • Durchfall,  
  • Blähungen,
  • Hautausschlag oder
  • Bauchschmerzen,

aber ohne Beteiligung des Immunsystems. In anderen Worten, dem Körper fehlt das richtige "Werkzeug", um die Nahrung zerkleinern zu können.


Diese "Werkzeuge" heißen ENZYME. Leidet ein Mensch unter einem Enzymmangel, kann er bestimmte Lebensmittel nicht ausreichend verdauen.

Der Unterschied zwischen Glutenunverträglichkeit & Zöliakie

1. Glutenunverträglichkeit

Die Glutenunverträglichkeit (auch: Glutensensitivität) kann sich in jedem Alter plötzlich entwickeln. Der Körper reagiert mit vielfältigen Beschwerden auf glutenhaltige Lebensmittel wie Nudeln, Brot, Kuchen oder Pizza. 

Folgende Symptome sind möglich:

  • Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Blähungen
  • Müdigkeit, Verwirrtheit, Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopf-, Knochen- und Gelenkschmerzen
  • unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Stimmungsschwankungen

Wie läuft die Diagnose ab?

Bisher gibt es keinen Test, der eine Glutenunverträglichkeit nachweisen kann. Der Arzt schließt deshalb zuerst andere Erkrankungen und Lebensmittelunverträglichkeiten aus.

Anschließend folgt eine strikt glutenfreie Diät.

Verbessern sich die Beschwerden unter der glutenfreien Ernährung, gilt die Unverträglichkeit als gesichert.

2. Zöliakie

Die Zöliakie ist eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift den Dünndarm an, sobald Gluten gegessen wird.

zöliakie

Der Darm entzündet sich und kann Nährstoffe schlechter aufnehmen. Dadurch kann es zu Mangelerscheinungen und weiteren Beschwerden kommen.

Folgende Symptome sind möglich:

  • Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Erbrechen, Blähungen usw.)
  • Bauchschmerzen
  • Vitamin- und Mineralstoffmangel
  • Hautprobleme
  • Kraft- und Gewichtsverlust, Müdigkeit
  • Wachstumsstörungen bei Kindern

Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e.V. schreibt auf ihrer Webseite zum Krankheitsbild:

"Da die Zöliakie sich nicht nur auf den Darm beschränkt, wird sie auch eher als Erkrankung des gesamten Körpers, also als eine Systemerkrankung angesehen."

Vor wenigen Jahrzehnten ging man noch davon aus, dass die Erkrankung ausschließlich im Kindesalter ausbricht. Heute ist bekannt, dass sie sich auch erst im Jugend- und Erwachsenenalter entwickeln kann. 

Wie läuft die Diagnose ab?

Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung. Reagiert das Immunsystem auf Gluten, sind bestimmte Antikörper nachweisbar.

Danach sieht sich ein Gastroenterologe den Dünndarm an und entnimmt Gewebeproben. Fallen Bluttest und Gewebeproben positiv aus, ist die Diagnose Zöliakie gesichert.

Im Zweifelsfall kann noch ein Gentest durchgeführt werden. 

Betroffene müssen sich ein Leben lang glutenfrei ernähren, um beschwerdefrei zu sein

Glutenfreie & glutenhaltige Lebensmittel

Hinweis:
Betroffene sollten immer die Zutatenlisten von Lebensmitteln überprüfen, um auf Nummer sicher zu gehen! 

Glutenfrei sind:

  • Mais, Reis, Kartoffeln
  • Getreide und Pseudogetreide wie Hirse, Buchweizen, Hopfen, Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl, Traubenkernmehl, Carrageen, Xanthan, Tarakernmehl, Pfeilwurzmehl, Leinsamen
  • Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse - alles jedoch nur unverarbeitet bzw. eigenhändig gewürzt
  • Wein, Sekt, Spirituosen (Rum, Ouzo, klare Brände, Raki, Gin, Korn, Obstbranntwein)

Glutenhaltig sind:

  • Backwaren wie Brot, Kuchen, Nudeln, Pizza, Kekse
  • Mehl, PaniermehlGetreide wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Einkorn, Bulgur, Grünkern, Emmer, Kamut, Couscous, Grieß, Seitan, herkömmlicher Hafer
  • Bier
  • viele Fertiggerichte, Süßigkeiten, Gewürzmischungen, Sojasoße

Lebensmittelallergie

1. Weizenallergie

Weizenallergie bedeutet, dass der Körper auf die Eiweiße des Weizens reagiert. Es handelt sich nicht um eine Allergie gegen die Getreidepollen.

Die Beschwerden können sowohl durch das Verzehren weizenhaltiger Lebensmittel als auch durch das Einatmen von Weizenmehl (sogenanntes Bäckerasthma) hervorgerufen werden. 

Folgende Symptome sind möglich:

  • Schwellungen, Juckreiz oder ein Kratzen im Rachen, Mund, in der Nase oder den Augen
  • Atemnot, Asthma
  • Hautausschlag, Nesselsucht
  • Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Blähungen, Durchfall

Wie läuft die Diagnose ab?

Bei Verdacht auf eine Weizenallergie erfolgt zunächst ein Bluttest. Anschließend wird ein Haut-Pricktest durchgeführt. Dabei werden die Allergene auf die Haut getropft und die Hautoberfläche wird angeritzt.

Konnte der Verdacht bestätigt werden, müssen sich die Betroffenen weizenfrei ernähren. Eine glutenfreie Ernährung ist nur notwendig, wenn auch andere Getreidesorten nicht vertragen werden. 

Achtung!
Auch glutenfreie Produkte können Weizen enthalten, dessen Gluten entfernt wurde. Allergiker dürfen diese Produkte nicht essen.

2. Milchallergie und Laktoseintoleranz

Die Milchallergie ist eine Lebensmittelallergie, während die Laktoseintoleranz eine Lebensmittelunverträglichkeitdarstellt.

2.1 Milchallergie

Bei dieser Allergie kämpft das Immunsystem gegen bestimmte Eiweiße, die in (Kuh-)Milch enthalten sind.

Manche Betroffene vertragen die Milch anderer Tiere (z.B. Schafs- oder Ziegenmilch). Es gibt aber auch ein Eiweiß, das in allen Milchsorten vorkommt.

lebensmittelunverträglichkeit

Doch reagiert ein Mensch darauf allergisch, verträgt er gar keine Milch - auch nicht von anderen Tieren. Am häufigsten sind Säuglinge und Kleinkinder von der Milchallergie betroffen.

Folgende Symptome sind möglich:

  • Kribbeln im Mund
  • Schwellungen und Juckreiz
  • Hautausschlag, Nesselsucht
  • Atemnot
  • allergischer Schock

Wie läuft die Diagnose ab?

Der Arzt führt zunächst ein Gespräch mit dem Patienten und fragt nach allen Beschwerden. Vielleicht schlägt der Arzt das Erstellen eines Ernährungstagebuches vor.

ernaehrungstagebuch

Über einige Tage hinweg werden dort alle verzehrten Nahrungsmittel und Getränke eingetragen. Auch alle Beschwerden nach dem Essen werden notiert.

Besteht der Verdacht weiterhin, folgen ein Blut- und ein Hauttest. Manchmal wird zusätzlich ein Provokationstest durchgeführt.

Dabei bekommt der Patient unter ärztlicher Aufsicht eine kleine Menge Milcheiweiß. Reagiert der Betroffene allergisch, gilt die Allergie als nachgewiesen.

Die erkrankten Personen müssen Lebensmittel mit Milcheiweiß (z.B. Milchschokolade, Milcheis usw.) meiden. 

Besteht die Allergie lebenslänglich?

In einem Interview mit der BZgA erklärte Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB):

"Je früher eine Allergie auftritt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind diese wieder verliert. Es sollte deshalb alle ein bis zwei Jahre ärztlich überprüft werden, ob die Allergie noch besteht und eine Diät notwendig ist."

2.2 Laktoseintoleranz

Die Laktoseintoleranz ist die am häufigsten auftretende Lebensmittelunverträglichkeit. Rund drei Viertel der Erwachsenen weltweit vertragen keinen Milchzucker (Laktose).

Der Körper der Betroffenen kann die Laktose nur teilweise oder gar nicht spalten. Das Enzym ("Werkzeug") Laktase liegt entweder in zu geringer Menge oder gar nicht vor.

Der Milchzucker wandert unverdaut vom Dünndarm in den Dickdarm und löst Beschwerden aus.

Laktoseintoleranz Symptome:

  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Übelkeit, Erbrechen

Laktoseintoleranz Test - welche Möglichkeiten gibt es?

Beim Arzt kann ein Laktoseintoleranz Test durchgeführt werden, wenn typische Laktoseintoleranz Symptome nach dem Genuss laktosehaltiger Lebensmittel auftreten.

fragezeichen

Beim Laktose-Toleranz-Test wird zuerst der Blutzuckerspiegel gemessen. Anschließend trinkt der Patient eine Milchzuckerlösung.

Innerhalb von zwei Stunden wird vier Mal im Abstand von jeweils dreißig Minuten der Blutzuckerspiegel gemessen. Steigt der Wert nur geringfügig an, kann von einer Laktoseintoleranz ausgegangen werden.

Auch ein Atemtest ist möglich. Bei diesem Laktoseintoleranz Test trinkt der Patient ebenfalls eine Milchzuckerlösung. Danach muss er mehrmals in ein Gerät pusten, welches den Wasserstoffgehalt in der Atemluft misst.

Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit gegen Laktose ist der Wert erhöht. Betroffene spüren während und nach der Untersuchung auch die typischen Laktoseintoleranz Symptome. 

Gibt es gegen Laktoseintoleranz Tabletten?

Betroffene können bei Laktoseintoleranz Tabletten einnehmen. Diese enthalten das Enzym Laktase, welches dem Körper fehlt.

Da jede Person unterschiedlich viel Milchzucker verträgt, müssen manche Menschen viele und andere wenige Tabletten einnehmen.

Obwohl es bei Laktoseintoleranz Tabletten gibt, ist eine laktosearme Ernährung empfehlenswert. 

3. Fructoseintoleranz

Fruchtzucker (Fructose) ist hauptsächlich in Früchten sowie Honig enthalten. Viel Fruchtzucker steckt beispielsweise in Äpfeln, Trockenobst, Weintrauben und Birnen.

Eine Fructoseintoleranz (auch: Fructosemalabsorption, Fructoseunverträglichkeit) ist eine Lebensmittelunverträglichkeit.

Im Darm sorgt ein sogenanntes Transporteiweiß für den Übergang des Fruchtzuckers ins Blut.

Bei rund jedem dritten Deutschen funktioniert dieser Übergang aber nicht vollständig. Die unverdaute Fructose gelangt mit Flüssigkeit in den Dickdarm und löst Beschwerden aus.

Folgende Symptome sind möglich:

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Übelkeit 
  • Kopfschmerzen

Wie läuft die Diagnose ab?

Bei Verdacht auf eine Fructoseintoleranz kann - wie bei der Laktoseintoleranz - ein Atemtest durchgeführt werden.

Der Patient muss auf leeren Magen eine Fruchtzucker-Lösung trinken. Alle dreißig Minuten wird vier Mal der Wasserstoffgehalt des Atems gemessen.

Die Untersuchung dauert insgesamt rund zwei Stunden. Steigen die Werte stark an, ist die Lebensmittelunverträglichkeit sehr wahrscheinlich.

Fructoseintoleranz = nie wieder Obst essen?

Glücklicherweise vertragen die meisten Menschen trotz der Lebensmittelunverträglichkeit kleine Mengen Fruchtzucker.

fruchtzucker

Lediglich besonders fruchtzuckerhaltige Lebensmittel wie

  • Obstsäfte, 
  • Trockenfrüchte oder
  • Honig 

sollten gemieden werden.

Manche Patienten reagieren sehr empfindlich auf Fructose. Sie müssen vollständig auf Fruchtzucker verzichten. 

Eine Ernährungsberatung ist bei einer Lebensmittelunverträglichkeit sinnvoll - egal, um welche es sich handelt!

4. Histaminunverträglichkeit/Histaminose

Die Histaminunverträglichkeit wird auch als Histaminose oder Histaminintoleranz bezeichnet.

Es handelt sich um eine Lebensmittelunverträglichkeit und nicht um eine Histamin Allergie. Sprechen Menschen von einer Histamin Allergie, meinen sie damit die Histaminose.

In vielen Lebensmitteln ist Histamin enthalten. Kann der Körper diesen Stoff nur sehr langsam oder nicht vollständig abbauen, machen sich nach dem Verzehr von Histamin Symptome bemerkbar.

Grund dafür kann ein Enzymmangel sein. 

Histaminintoleranz: Welche Symptome sind möglich?

Bei einer Histaminintoleranz sind Symptome in verschiedenen Körperregionen möglich. Dazu zählen zum Beispiel:

  • laufende oder verstopfte Nase
  • Atembeschwerden, Asthma
  • Hautausschlag, Rötungen, Juckreiz
  • geschwollene, gereizte Augenlider
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen und -krämpfe
  • Sodbrennen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Schwindel
  • Herzrasen, Herzstolpern
  • ein plötzlich niedriger Blutdruck

Kann die Histaminintoleranz mit einem Test nachgewiesen werden?

Einen Histamin-Test gibt es bisher noch nicht. Die Diagnose erfolgt deshalb in mehreren Schritten. Zunächst fragt der Arzt nach allen Beschwerden und wann diese auftreten.

Auch ein Ernährungstagebuch kann hilfreich sein.

Bei der Lebensmittelunverträglichkeit treten die Histamin-Symptome hauptsächlich nach dem Essen bestimmter Nahrungsmittel auf. 

Um andere Allergien, Intoleranzen und Krankheiten ausschließen zu können, folgen vor dem Histamin-Test beispielsweise Blutuntersuchungen und Atemtests.

Können die Histaminintoleranz-Symptome nicht mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden, schlägt der Arzt eine 14-tägige histaminfreie Ernährung als Histamin-Test vor.

Bevor die Diät beginnt, nimmt der Arzt Blut ab und lässt dieses im Labor untersuchen.

Nach den zwei Wochen wird erneut Blut abgenommen und die Werte werden miteinander verglichen.

Der Histaminintoleranz-Test zählt als positiv, wenn sich die Histamin-Symptome während der Diät verbessern. Aktuell kann man die Histaminintoleranz nicht heilen. 

4.1 Histaminintoleranz: Lebensmittelliste

lebensmittelliste

Bei einer Histaminintoleranz ist eine Lebensmittelliste hilfreich.

In einer solchen Histamin-Lebensmittellistestehen hauptsächlich Nahrungsmittel, die am häufigsten gegessen oder getrunken werden.

Mithilfe einer solchen Auflistung können Betroffene histaminarme Rezepte und histaminfreie Rezepte zusammenstellen und ihre Ernährung individuell anpassen.

Histamin - Lebensmittel, die besonders histaminreich sind:

  • Hering, Thunfisch, Makrele, Sardine
  • Wurst, Räucherschinken, Salami
  • Sauerkraut, Tomaten, Avocados, Spinat, Aubergine
  • Gouda, Camembert, Harzer Käse, Emmentaler, Parmesan, Cheddar, Swisstaler
  • Rotwein, Weißwein, Bier, Sekt/Champagner
  • Hefepräparate, Rotweinessig, Sojasoße 

Histamin - Lebensmittel, die den Abbau von Histamin verlangsamen:

  • Birne, Kiwi, Ananas, Banane, Papaya, Orange, Himbeeren
  • Weizenkeime
  • Soja, Linsen, Bohnen; Hülsenfrüchte allgemein
  • Erdnüsse

Histamin - Lebensmittel, die Histamin freisetzen:

  • Tomaten und Tomatenprodukte (Ketchup, Tomatensaft etc.)
  • Kakao, Schokolade
  • Alkohol
  • Meeresfrüchte
  • Nüsse
  • Zitrusfrüchte
  • Erdbeeren

Zu beachten gilt, dass der Histamingehalt von Produkt zu Produkt stark schwanken kann.

Eine Histamin-Lebensmittelliste ist daher nur zur Orientierung geeignet.

Außerdem hängt die Verträglichkeit noch von anderen Faktoren (z.B. Schwangerschaft, Periode, Rauchen usw.) ab. Deshalb sollten Betroffene in kleinen Mengen ausprobieren, was sie vertragen und was nicht.

Tipp:
Hier findest Du viele histaminarme Rezepte und histaminfreie Rezepte!

Neben der Zutatenliste siehst Du immer, von welchen Allergenen das Gericht frei ist. Auch bei einer Lebensmittelunverträglichkeit gegen Laktose, Fructose, Gluten und mehr findest Du auf der Webseite tolle Rezepte.

4.2 Gibt es bei Histaminintoleranz Medikamente?

Bisher kann man die Histaminintoleranz nicht heilen. Jedoch können bei einer Histaminintoleranz Medikamente (sogenannte Antihistaminika) helfen.

Zur Behandlung einer Histaminunverträglichkeit schreibt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) auf seiner Webseite:

"Die Therapie steht auf zwei Säulen. Zum einen hilft eine histaminarme Kost, zum anderen können Antihistaminika im akuten Fall die Beschwerden lindern. Eine strikte histaminfreie Kost macht keinen Sinn und ist nicht zielführend."

Der DAAB empfiehlt bei einer Histamin Allergie auch eine Ernährungstherapie.

Dabei wird zum Beispiel eine individuelle Histamin-Lebensmittelliste zusammengestellt. Auch histaminfreie Rezepte und wertvolle Tipps für den Alltag mit der Lebensmittelunverträglichkeit werden in einer solchen Therapie den Betroffenen vermittelt.

Damit gehören die Histamin-Symptome der Vergangenheit an!


Fazit - Lebensmittelunverträglichkeit

Zusammengefasst kann man sgaen, dass es Zwischen einer Lebensmittelunverträglichkeit und einer Lebensmittelallergie Unterschiede gibt.

Bei einer Allergie kommt es zu einer Reaktion des Immunsystems. Bei einer Unverträglichkeit fehlen oft Enzyme.


Es gibt verschiedene Tests und Untersuchungen, um eine Allergie der Lebensmittelunverträglichkeit festzustellen.

achtung

WICHTIG:
Wenn Du bei Dir eine Unverträglichkeit oder Allergie vermutest, solltest Du zu einem Arzt gehen.

Schließlich kann der Arzt mithilfe vieler Untersuchungen feststellen, was sich hinter Deinen Beschwerden verbirgt.

Konnte eine Lebensmittelunverträglichkeit festgestellt werden, solltest Du Dich von einem Experten beraten lassen oder eine Ernährungstherapie durchführen.

Denn die meisten Tests beim Arzt sowie anschließende Beratungsgespräche werden von den Krankenkassen bezahlt.

lebensmittelunverträglichkeit

Dazu gehören beispielsweise Atemtests, der Histaminintoleranz-Testsowie die Dünndarmbiopsie bei Verdacht auf eine Zöliakie.

Am Anfang ist eine Ernährungsumstellung schwierig. Mit speziellen Diätrezepten wirst Du Dich aber schnell daran gewöhnen.

Bei einer Histaminintoleranz ist eine Lebensmittelliste hilfreich.

liste

Auch bei anderen Unverträglichkeiten ist eine Auflistung gut verträglicher Nahrungsmittel sinnvoll.

Tabletten können beispielsweise bei einer Lactoseintoleranz die Beschwerden lindern.

Auch bei einer Histaminintoleranz können Medikamente helfen. Diese heißen Antihistaminika, können eine Histaminintoleranz aber nicht heilen.

Bei Fragen und Problemen kannst Du Dich an Deinen Arzt wenden. In verschiedenen Onlineforen haben Betroffene zudem die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.

>